Destruktiver Wahn zwischen Psychiatrie und Politik - Paperback
Destruktiver Wahn zwischen Psychiatrie und Politik - Paperback
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by Thomas Bender (Editor), Thomas Auchter (Editor)
Gewaltverbrechen üben auf viele Menschen eine au erordentliche Faszination aus. Zugleich reagieren die meisten immer wieder fassungslos, wenn eine extreme Straftat ihren Alltag erschüttert. Regelmä ig gibt es dabei eine bestimmte Abfolge des öffentlichen Interesses für Tat und Täter, was in den Reaktionen auf Sexualverbrechen besonders deutlich wird. Mit der Einweisung des Straftäters in eine Anstalt verschlie t sich in der Regel der Zugang zum Verständnis seiner Destruktivität. An diesem Punkt setzen Bender und Auchter an und vereinigen in diesem Buch das forensische Erfahrungswissen von zwölf engagierten Psychoanalytikern, Psychiatern und Therapeuten aus fünf europäischen Ländern. Die Beiträge zeigen, wie sich die gesellschaftliche und therapeutische Funktion des Ma regelvollzugs entwickelt hat, wie destruktiver Wahn bei einzelnen Menschen - darunter auch prominente Fälle wie Jim Jones, Robert Steinhäuser und Franz Fuchs - entstehen kann und mit welchen therapeutischen Methoden psychisch kranke Straftäter in der Forensischen Psychiatrie erfolgreich behandelt werden können. Des Weiteren beschreiben sie, wie destruktiver Wahn durch massenpsychologische Mechanismen auch auf politischer Ebene zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit führen kann.
Author Biography
Thomas Bender ist Psychologischer Psychotherapeut und Kinder- u. Jugendlichenpsychotherapeut und arbeitet als Psychoanalytiker (DPV/IPA) in eigener Praxis in Freiburg. Nach Lehrauftragen an der Universitat Bremen war er an einer Psychologischen Beratungsstelle tatig und leitete bis 2002 eine Therapiestation in der Forensischen Psychiatrie. Er ist Supervisor, Lehrtherapeut und Dozent am Psychoanalytischen Seminar Freiburg und am Aus- und Weiterbildungsinstitut fur Psychotherapie an der Abteilung fur Psychosomatische Medizin der Universitat Freiburg. Klinische, sozial- und kunstpsychologische Publikationen und Vortrage, zuletzt zum Freud-Jahr uber M. u.a. Mitscherlich."
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